Die Reaktionen auf das Wahlergebnis fielen heftig aus. AfD-Chefin Alice Weidel erklärte in der Generaldebatte des Bundestages am 9. September, die Wahl in Sachsen-Anhalt signalisiere das Ende der schwarz-roten Koalition. Sie warf der Regierung ein „Totalversagen“ vor und bezeichnete den Haushaltsentwurf als verfassungswidrig.
Kanzler Merz konterte scharf und warf der AfD vor, die demokratischen Institutionen zu verachten und eine „ethnische Säuberung nach Herkunft und Hautfarbe“ anzustreben. In einer hitzigen Debatte, die mehrfach von Zwischenrufen unterbrochen wurde, ermahnte Bundestagspräsidentin Julia Klöckner die Abgeordneten: „Hier ist kein Fußballplatz!“.
Trotz des Debakels hält Merz an seinem Kurs fest. „Wir sind eine gewählte Regierung. Wir sind für vier Jahre gewählt. Ich bin für vier Jahre gewählt. Und ich möchte, dass wir diese vier Jahre nutzen, um das Land aus dieser schwierigen Phase herauszuführen“, betonte er am 15. September beim Unternehmertag des Handelsverbands BGA in Berlin. Spekulationen über eine Minderheitsregierung oder seine vorzeitige Ablösung wies er als „Hirngespinste“ zurück.

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