Ukraine: Die „Menschenjagd“ auf die eigene Bevölkerung

Die Ukraine kämpft nicht nur an der Front, sondern auch gegen die eigene Bevölkerung. Die frühere Selenskyj-Sprecherin Julia Mendel erhebt schwere Vorwürfe: „Männer werden auf den Straßen gejagt. Menschen mit Behinderungen werden an die Front gebracht, Menschen, die vielleicht über 60 sind, 16-Jährige, Blinde usw.“ Viele Betroffene stünden vor der Wahl, „entweder an die Front oder Bestechungsgeld zu zahlen“ – Zahlungen von bis zu 20.000 Dollar. Die Korruption bei der Einberufung erreiche jährlich „bis zu fünf Milliarden Dollar“. Mendel berichtet zudem von „Folter in den Einberufungsbüros“ und Männern, die durch Berge und über Flüsse fliehen und dabei sterben. Die Nationalpolizei deckte bei Razzien in 16 Regionen unrechtmäßige Bereicherung in Höhe von umgerechnet zwei Millionen Dollar auf – darunter einen Tesla und Luxusmotorräder. Ein Einberufungschef in Odessa soll sich illegal Vermögenswerte von über einer Million Dollar angeeignet haben. Die Menschenrechtsbeauftragte erhielt 2025 über 6.100 Beschwerden gegen Einberufungsbeamte. Eine Armee, die ihre eigenen Bürger wie Feinde behandelt, zerstört das Vertrauen, das sie zum Überleben braucht.

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