Die Industrie ist das Epizentrum des wirtschaftlichen Bebens. Die Auftragseingänge im Verarbeitenden Gewerbe brachen im Januar um 11,1 Prozent gegenüber dem Vormonat ein. Zwar gab es im Februar eine leichte Erholung um 0,9 Prozent, doch die Stimmung bleibt gedrückt. Der ifo-Exportindikator fiel von plus 2,7 Punkten im Februar auf minus 0,9 Punkte im März.
Besonders dramatisch ist die Lage in der Chemiebranche. Der ifo-Branchenindikator fiel im März auf minus 25,0 Punkte. Die Folgen der Kriegshandlungen im Nahen Osten treffen die ohnehin angeschlagene Branche mit voller Wucht.
Der Bundesverband der Deutschen Industrie (BDI) fordert Tempo von der Bundesregierung für grundlegende Reformen. „Wir brauchen ein umfassendes Reformpaket vor dem Sommer“, sagte BDI-Hauptgeschäftsführerin Tanja Gönner. „Das Zeitfenster ist kurz.“ Der Wirtschaftsstandort Deutschland stehe unter Druck wie selten zuvor in der Nachkriegsgeschichte.

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