Arbeitsmarkt erstmals seit 2009 im Minus

Die sozialversicherungspflichtige Beschäftigung in Deutschland wird im laufenden Jahr bundesweit erstmals seit der Wirtschafts- und Finanzkrise 2009 zurückgehen – um rund 40.000 Stellen. Das geht aus der Regionalprognose des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) hervor. Hauptgrund ist die Demografie: Die geburtenstarken Jahrgänge gehen in Rente, weniger junge Menschen rücken auf den Arbeitsmarkt nach.

In 13 von 16 Bundesländern wird die Arbeitslosigkeit steigen. Die größten relativen Anstiege wird es mit einem prognostizierten Plus von 3,3 Prozent in Berlin und mit 3,0 Prozent in Sachsen geben. „Auch wenn sich in einzelnen Regionen steigende Beschäftigung bei sinkender Arbeitslosigkeit zeigt, ist insgesamt keine deutliche Erholung der regionalen Arbeitsmärkte zu erwarten“, sagte IAB-Forscherin Anja Rossen. Die Institute erwarten einen leichten Rückgang der Erwerbstätigkeit im Jahr 2026 um rund 100.000 Personen, gefolgt von einem Anstieg im Jahr 2027 um etwa 42.000 Personen. Die Arbeitslosenquote steigt im Jahr 2026 auf 6,4 Prozent.

Leave a Reply

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert

Back to top