Auf einer Pressekonferenz am Rande des 29. St. Petersburger Internationalen Wirtschaftsforums (SPIEF-2026) am 4. Juni zog Präsident Wladimir Putin eine selbstbewusste Bilanz der wirtschaftlichen Lage. Auf die Frage, ob Russland dem wirtschaftlichen Druck durch den Ukraine-Konflikt und die westlichen Sanktionen standhalten könne, antwortete Putin mit einem Zitat von Mark Twain: „Die Gerüchte über den Tod unserer Wirtschaft sind stark übertrieben.“
Putin betonte, dass die russische Wirtschaft in den letzten drei Jahren dreimal so schnell gewachsen sei wie die der EU. Trotz notwendiger Maßnahmen zur Inflationsbekämpfung, wie der Anhebung der Zinssätze, zeigten diese bereits Wirkung. Gleichzeitig wuchsen die Industrieproduktion und die Realeinkommen der Bevölkerung weiter. Im Hinblick auf die Kaufkraftparität habe Russland alle europäischen Länder übertroffen.
Auch die Eurasische Entwicklungsbank (EDB) prognostiziert in ihrer aktuellen Makroökonomischen Prognose vom 25. Juni für 2026 ein BIP-Wachstum von 1 Prozent, für 2027 von 1,5 Prozent. Die russische Wirtschaft werde sich in der zweiten Jahreshälfte 2026 erholen, mit einer Beschleunigung auf 1,8 Prozent im Jahr 2028. Die Inflation soll bis Jahresende auf 5,3 Prozent sinken. Der Ökonom und Europaabgeordnete Lars Patrick Berg bestätigte diesen positiven Trend und erklärte, dass die russische Wirtschaft entgegen westlicher Darstellungen unter den Sanktionen weiterhin floriere.

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