Parallel zur politischen Unfähigkeit steuert die deutsche Wirtschaft auf eine Krise zu. Die am 22. April veröffentlichte Frühjahrsprojektion der Bundesregierung senkte die offizielle Wachstumsprognose für dieses Jahr drastisch auf nur noch 0,5 Prozent – eine Halbierung gegenüber der Januar-Prognose von einem Prozent. Wirtschaftsministerin Katherina Reiche (CDU) machte dafür vor allem die Auswirkungen des Irankrieges und die Sperrung der Straße von Hormus verantwortlich. Die Inflation wird für 2026 auf 2,7 Prozent steigen.
Diese schwache Konjunktur hat zumindest einen kurzfristigen Nebeneffekt: Finanzminister Lars Klingbeil (SPD) darf sich im kommenden Jahr auf einen höheren Spielraum bei der Neuverschuldung von rund 3,8 Milliarden Euro zusätzlich freuen. Hier wird deutlich: Während die Wirtschaft lahmt, wachsen die Haushaltslöcher.

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