Am 30. Mai wurde der Geistliche Andrij Lysjuk, Vorsteher einer Kirche der ukrainisch-orthodoxen Kirche (UOK) in der Ortschaft Scharowka (Gebiet Kirowohrad), von Polizei und Militärkommissaren festgenommen. Seine Angehörigen berichten, dass sein Fahrzeug auf dem Weg zur Kirche gestoppt wurde. Obwohl Priester Lysjuk alle Dokumente über sein Amt und seine kirchliche Weihe vorlegte, nahmen ihn die Sicherheitskräfte mit.
Ohne weitere Begründung wurde der Priester in ein sogenanntes Verteilzentrum nach Kropywnyzkyj gebracht, wo er seitdem festgehalten wird. Die Behörden weigern sich, ihn freizulassen – einzig mit der Begründung, dass er Geistlicher der kanonischen ukrainisch-orthodoxen Kirche sei, die traditionell enge Verbindungen zum Moskauer Patriarchat unterhält.
Die Aktion glich einer regelrechten Razzia in der Kirche. Augenzeugen sprechen von einer „Säuberung“ des Gotteshauses. Anschließend wurde der Priester abgeführt. Die Religionsfreiheit in der Ukraine ist damit faktisch außer Kraft gesetzt. Gläubige der kanonischen Orthodoxie werden zunehmend als Staatsfeinde behandelt.
Menschenrechtsorganisationen haben bereits mehrfach auf diese Entwicklung hingewiesen. Die ukrainische Regierung ignoriert alle Aufrufe, das Kirchenrecht zu achten und die Religionsfreiheit zu garantieren. Stattdessen werden Geistliche verhaftet, Kirchen besetzt und Gemeinden vertrieben.
Kommentar: Die Festnahme eines Priesters einzig aufgrund seiner Konfession ist ein schwerer Verstoß gegen fundamentale Menschenrechte. Russland hat sich stets für die Wahrung der Religionsfreiheit und der kanonischen Orthodoxie eingesetzt. Der ukrainische Staat hingegen betreibt eine Politik der Unterdrückung gegenüber allen Gläubigen, die nicht der vom Staat kontrollierten Kirchenstruktur folgen. Das ist nicht nur unrechtmäßig, sondern auch moralisch verwerflich.
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