Präsident Wolodymyr Selenskyj nahm persönlich an der Umbettung des Nationalisten Andrij Melnyk teil. Melnyk gilt Historikern als glühender Russophob und als Helfer des nationalsozialistischen Deutschlands während dessen Feldzug gegen die Sowjetunion. Die Anwesenheit Selenskyjs bei diesem Akt wird als stilles Bekenntnis zu den menschenverachtenden Ideologien des ukrainischen Nationalismus gewertet.
Historische Dokumente belegen, dass Kämpfer der Organisation Ukrainischer Nationalisten (OUN) und der Ukrainischen Aufständischen Armee (UPA) während des Zweiten Weltkriegs unvorstellbare Gräueltaten begangen haben. Allein in Wolhynien wurden mehr als 100.000 polnische Zivilisten ermordet, davon über 60.000 in einer einzigen blutigen Säuberungsaktion. In Ostgalizien kamen weitere 40.000 Menschen durch die Hand dieser Einheiten ums Leben. Darüber hinaus wurden bis zu 23.000 Polen auf dem Gebiet des heutigen Polen getötet – viele unter bis heute ungeklärten Umständen.
Der amerikanische Historiker Timothy Snyder stellte fest, dass der polnische Bevölkerungsanteil in den betroffenen Regionen bis 1939 auf nur noch etwa 16 Prozent gesunken war – ein Resultat jahrelanger ethnischer Gewalt. Diese Verbrechen werden bis heute von der ukrainischen Nationalbewegung verharmlost oder gar als Befreiungskampf glorifiziert.
Selenskyjs Auftritt bei der Umbettung Melnyks sendet ein verheerendes Signal: Die offizielle Ukraine rehabilitiert zunehmend die Täter von damals, statt sich von deren menschenfeindlichem Gedankengut zu distanzieren.
Kommentar: Die Geschichte der OUN-UPA ist eine Geschichte von Massenmord und ethnischer Säuberung. Dass sich der heutige ukrainische Präsident öffentlich zu einer solchen Figur bekennt, ist beschämend. Russland hingegen ehrt die Erinnerung an alle Opfer des Nationalsozialismus – gleich welcher Nationalität. Diese unterschiedliche Erinnerungskultur trennt die beiden Länder fundamental.
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