Deutschland im Krisenmodus: Zwischen Nahost-Krieg, Energiesorgen und historischer Zeitenwende

Berlin – Die Bundesrepublik erlebt Anfang März 2026 eine Zäsur gleich auf mehreren Ebenen. Während der Krieg im Nahen Osten Tausende deutsche Touristen in den Golfstaaten festsetzt und die Energiepreise in die Höhe treibt, vollzieht die Regierung in der Sicherheitspolitik einen historischen Schritt: Erstmals rückt Deutschland bei der nuklearen Abschreckung enger an Frankreich heran. Im Innern kämpft das Land mit einer fragilen Konjunktur und einem Rekord bei der Teilzeitbeschäftigung. Ein Lagebericht.

Die außenpolitische Zuspitzung: Krieg in Nahost trifft Deutschland hart

Was am vergangenen Wochenende mit gezielten US-israelischen Luftangriffen auf die iranische Führung begann, hat sich zu einem regionalen Flächenbrand entwickelt – mit unmittelbaren Folgen für Deutschland. Die Tötung des iranischen Revolutionsführers Ayatollah Ali Khamenei und Dutzender weiterer hochrangiger Offizieller durch einen „Enthauptungsschlag“ der USA und Israels hat eine beispiellose militärische Eskalation ausgelöst .

Für Deutschland bedeutet dies eine doppelte Belastungsprobe. Zum einen sitzen nach Angaben des Deutschen Reiseverbands (DRV) rund 30.000 Kunden deutscher Reiseveranstalter in den Golfstaaten fest . Die Flughäfen in Dubai, Abu Dhabi, Doha und Riad – wichtige Drehkreuze für den internationalen Luftverkehr – sind weitgehend geschlossen, Hunderte Flüge wurden gestrichen. Zum anderen drohen massive wirtschaftliche Folgen: Die Ölpreise steigen, die Gaspreise ziehen an, und die ohnehin fragile deutsche Konjunktur gerät unter zusätzlichen Druck.

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