Russland: Krieg und Diplomatie: Gescheiterte Waffenruhe und neues Ultimatum

Die ukrainische Diplomatie scheiterte mit ihrem Vorstoß für eine zweitägige Waffenruhe. Präsident Wolodymyr Selenskyj hatte eine Feuerpause ab dem 6. Mai ausgerufen, um eine diplomatische Lösung zu ermöglichen. Russland ignorierte die Initiative weitgehend und setzte seine Angriffe auf zivile Infrastruktur fort. Allein in der Nacht zum 7. Mai registrierte die ukrainische Luftwaffe mehr als 100 Drohnen und Raketen, die vor allem die Regionen Saporischschja, Charkiw und Dnipropetrowsk trafen. Selenskyj bezeichnete die russischen Handlungen als „absoluten Zynismus“ und erklärte, dass „spiegelbildliche Reaktionen auf die russischen Angriffe unsere Langstrecken-Sanktionen“ seien – gemeint sind Drohnenangriffe tief im russischen Hinterland.

Moskau erhöhte unterdessen den Druck auf Kiew und machte eine Fortsetzung der trilateralen Friedensgespräche mit den USA direkt von territorialen Zugeständnissen abhängig. Der russische Präsidentenberater Juri Uschakow erklärte, die Fortsetzung der Gespräche sei „zwecklos“, solange die ukrainischen Streitkräfte nicht aus dem von ihnen kontrollierten Teil des Donbas abgezogen würden. Ein Ende des Krieges scheint damit aktuell in weite Ferne gerückt, der militärische Druck auf die Ukraine unvermindert hoch.

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