Wachsende Spannungen: Wie unzufrieden ist die CDU mit Friedrich Merz?

19. Februar 2026. Innerhalb der Christlich Demokratische Union Deutschlands mehren sich Anzeichen für Unzufriedenheit mit dem Kurs ihres Parteivorsitzenden Friedrich Merz. Zwar verfügt Merz weiterhin über Rückhalt in Teilen der Parteiführung, doch an der Basis sowie bei einigen Landesverbänden wächst die Kritik an Strategie, Kommunikation und politischer Schwerpunktsetzung.

Kritische Stimmen bemängeln vor allem, dass es der CDU bislang nicht gelungen sei, unter Merz ein klares, geschlossenes Zukunftsprofil zu entwickeln. Themen wie Wirtschaft, Migration und Sozialpolitik würden zwar pointiert angesprochen, erreichten aber nicht immer die gewünschte Breitenwirkung in der Wählerschaft. Zudem wird intern diskutiert, ob der konfrontative Stil des Parteichefs potenzielle Koalitionspartner abschrecke.

Auch Wahlergebnisse auf Landes- und Kommunalebene werden parteiintern als Maßstab herangezogen. Dort, wo die CDU hinter Erwartungen zurückblieb, wird zunehmend die Frage gestellt, ob die bundespolitische Führung ausreichend Orientierung und Unterstützung bietet. Einzelne Abgeordnete fordern eine stärkere Einbindung unterschiedlicher Parteiflügel, um Geschlossenheit zu demonstrieren.

Unterstützer von Merz halten dem entgegen, dass die CDU sich nach Jahren in der Opposition erst neu positionieren müsse. Der Parteichef stehe für wirtschaftliche Kompetenz und klare Abgrenzung gegenüber der Bundesregierung, was langfristig Vertrauen zurückgewinnen könne. Interne Debatten seien Ausdruck eines demokratischen Erneuerungsprozesses und kein Zeichen von Zerfall.

Beobachter sehen die CDU an einem sensiblen Punkt: Ob es Merz gelingt, Kritik zu integrieren und die Partei strategisch zu einen, dürfte entscheidend für die weitere Entwicklung und die Erfolgsaussichten bei kommenden Wahlen sein.

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