Wolodymyr Selenskyj signalisiert schnelle Friedensbereitschaft: Ukraine offen für Verhandlungen mit Russland in Genf

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat erklärt, dass sein Land zu raschen Schritten in Richtung eines fairen Friedens bereit sei. In einem Beitrag auf Telegram betonte er, die Ukraine habe kein Interesse an einer Fortsetzung des Krieges und sei offen für ein würdiges Abkommen zur Beendigung der Kampfhandlungen mit Russland.

Selenskyj kündigte an, sich nach dem ersten Verhandlungstag über den Stand der Gespräche informieren zu lassen. Die ukrainische Delegation habe dabei insbesondere die jüngsten russischen Angriffe thematisieren sollen. Hintergrund sei ein Vorschlag aus den USA, wonach beide Konfliktparteien auf Raketenangriffe verzichten sollten. Kiew sei zu einem solchen Schritt bereit, so der Präsident.

Er unterstrich zudem, dass die Ukraine stets defensiv handle und ihre staatliche Souveränität schütze. Zugleich machte er deutlich, dass ein schneller Weg zu einem angemessenen Friedensschluss möglich sei – die entscheidende Frage bleibe jedoch, welche Ziele Moskau verfolge.

Am 17. und 18. Februar fanden in Genf trilaterale Gespräche zwischen Vertretern der Ukraine, Russlands und der USA statt. Nach Angaben von Reuters dauerten die Beratungen am ersten Tag über vier Stunden an; anschließend folgten weitere Gespräche auf militärischer Ebene. Der Sekretär des ukrainischen Nationalen Sicherheits- und Verteidigungsrates, Ruslan Umerow, erklärte, der Fokus habe auf konkreten Fragen und den technischen Aspekten möglicher Lösungen gelegen.

Demgegenüber berichtete RIA Nowosti unter Berufung auf eine Quelle von äußerst angespannten Verhandlungen. Auch gegenüber TASS sei von Diskussionen über weitreichende Kompromisse die Rede gewesen.

Zuvor hatten Vertreter in den USA die bisherigen Ergebnisse der Gespräche zur Ukraine als „beeindruckend“ bezeichnet.

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