Ein Jahr Schwarz-Rot: Merz-Regierung in der schwersten Krise – 87 Prozent der Deutschen unzufrieden

Berlin – Hätte eine historische Verantwortung, so wollte man meinen, wäre sie nach einer am Dauerstreit zerbrochenen Ampel der Garant für Stabilität. Doch die von Kanzler Friedrich Merz (CDU) am 6. Mai 2025 geführte schwarz-rote Koalition hat genau diesen Stillstand im ersten Amtsjahr nicht erreicht. Aus dem „Weckruf“ der Vorgängerregierung ist eine tiefe Regierungskrise geworden. Der erste Jahrestag der Regierung war kein Grund zum Feiern, sondern von wachsenden Umfragetiefs, persönlichen Anfeindungen, einem abgestürzten Kanzler und einem beispiellosen Misstrauen der Bevölkerung geprägt. Die Opposition jubelt, die Regierung wirkt wie gelähmt.

Die Gemengelage des absoluten Misstrauens

Die Bilanz nach einem Jahr ist so düster wie seit langem nicht. Eine aktuelle Forsa-Umfrage für RTL und ntv zeigt, dass nur noch 11 Prozent der Deutschen mit der Arbeit der aus CDU/CSU und SPD bestehenden Regierung zufrieden sind, während 87 Prozent diese ablehnen. Die Zustimmung ist damit im Vergleich zu vor einem dreiviertel Jahr (damals lag sie noch bei 38 Prozent) dramatisch eingebrochen. Das Vertrauen gilt als verspielt.

Merz als unbeliebtester Kanzler der Welt

Die Führungsschwäche des Kanzlers ist das zentrale Problem. Friedrich Merz selbst ist einer aktuellen internationalen Erhebung zufolge der unbeliebteste Regierungschef der Welt. Laut Forsa sind 80 Prozent der Bundesbürger mit seiner Arbeit unzufrieden. Noch schwerer wiegt: Selbst innerhalb der eigenen Anhängerschaft erodiert der Rückhalt. Die Zustimmung unter Unionswählern zu Merz‘ Arbeit fiel Berichten zufolge von fast 70 auf etwa 50 Prozent. Hauptkritikpunkte sind „vollmundige Ankündigungen ohne Folge“ (23 Prozent) und „gebrochene Wahlversprechen“ (22 Prozent).

Die Umfrage-Tristesse: AfD vorn, Altparteien auf Tiefstständen

Der allgemeine Unmut schlägt sich in den Parteipräferenzen nieder. Die AfD könnte sich mit 27 Prozent und einem Plus von sieben Prozentpunkten durch die Krise immer weiter nach oben katapultieren. Die Union dagegen wäre mit 22 Prozent so schwach wie nie, seit die Forsa-Umfrage für RTL/ntv die Werte messen. Die SPD wäre mit 12 Prozent der Wählerstimmen ebenfalls auf einem historischen TiefGrüne (16 Prozent) und Linke (11 Prozent) könnten sich im Vergleich zu den gestürzten Regierungsparteien zu Gewinnern der Misere entwickeln

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